Kategorie: Camping

  • Zältle

    Das Wort klingt nach regnerischen Ferien am Murtensee, darum nix zältle, wir campen hier!

    Campday 1 – wir testen und sortieren das Equipment

    Der erste Aufbau ist noch etwas unbedarft. Eine Schnalle hier, der Reissverschluss da, Lasche eins und zwei und wo nochmal war drei und vier? Nach 20 Minuten war alles wie es soll.

    Pro Zelt zwei Schlafplätze und noch zwei im Camper. Platz ist also genügend da, die Betten sind auch bereits verteilt und werden inspiziert.

    Der erste Augenschein gefällt…

    Die Preisfrage der ersten Nacht: Wie kalt wird es? Sind es am Tag locker 30°C, so fallen die Temperaturen nach dem Sonnenuntergang sehr schnell auf 15°C, später sogar auf 10°C und darunter. Ausgerüstet mit zwei Decken, einem Schlafsack und Jacken beziehen wir das Lager. Stirnlampe und LTB (das ist keine sexuell geprägte Community, sondern das ‚lustige Taschenbuch‘) dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Nach kurzem Lesen wird erst einmal gemützt. Der Flug hängt noch in den Knochen.

    …auch die Nacht lässt sich gut an…

    01:23 Uhr – erste Wachphase. Och nö, nicht daran denken, nur nicht daran denken. Nach kurzem Systemcheck wird weitergeratzt, alle Sensoren geben grünes Licht, kein Pippi im Anmarsch…

    04:37 Uhr – zweite Wachphase. Temperaturcheck, alles wunderbar. Doch was ist da auf dem Zeltdach. Hüpft da was auf dem Zeltdach? Stirnlampe an… harren… beobachten… Mit dem noch einpackten Schlafsack stosse ich gegen das Zeltdach. Keine Reaktion. Ich bin ein Schisser, echt jetzt! Da ist nix, Licht aus!

    04:45 Uhr Licht an! Da ist was… Kurz beobachten 04:47 Uhr, Licht aus! – verdammter Schisser…

    04:47 Uhr Licht an, hab ich dich! Nein, doch nicht, da ist nix!

    Natürlich, ich liebe Spiele und so beschäftigt mich auch dieses Spiel noch eine Weile.

    05:13 Uhr, puuuh, das Rätsel lüftet sich langsam. Aus dem leichten Auf und Ab ist unterdessen ein spürbares Hin und Her geworden. Wind ist aufgekommen und knallt unterdessen hörbar und kraftvoll gegen das Zelt. Das lose Vorzelt flattert im Wind und jede dritte Böe versetzt uns in sanfte Wogen. Falls jetzt tatsächlich noch was auf dem Zeltdach rumhüpft, dann muss das ein ganz schöner Oschi sein. Q.e.d. da ist nix! Endlich schlafe ich wieder ein…

    …und der Morgen mit der Sonne im Gesicht sowieso.

    Der Rest der Nacht verläuft nach Plan und als wir erwachen begrüsst uns die Morgensonne. Herrlich. Offiziell habe ich durchgeschlafen wie ein Baby… *hüstel*