wir sind da!

Ankunfttage sind seltsam. Als wir 6:20 Uhr Lokalzeit den Flieger verlassen, ist/wäre es zuhause im schnuggeligen Bett erst 4:20 Uhr. Ohhhh, wie verlockend tönt das jetzt, denn um ernsthaft zu schlafen war der Flug viel zu kurz. Die erzwungene Verpflegung in Form von «Abendessen» zögert das Lichterlöschen unnötig hinaus. Gefühlt bin ich endlich gerade eingenickt, da werde ich schon wieder an der Schulter wachgestupst. Vor der Nase wird mir eine Schachtel «Frühstück» angeboten. Im Halbsschlaf greife ich zu. Brrrr, mir ist kalt. Eingemummelt in mehrere Decken und unter der Jacke ausgestopft mit Kissen sitze ich da. Haltsuch, Nackenkissen, Noise-Cancelling Kopfhörer und darüber die Kaputze gezogen – aber hey, kein Jammern und kein Klagen. Aber vielleicht getraue selbst ich mich nicht, in diesem Outfit noch einen drauf zu setzen…

Noch immer halte ich die lauwarme Schatel in meinen Händen. Warum nur habe ich zugegriffen? Ich öffne die Schatel. Warum nur habe ich zugegriffen? Vor mir trieft und sabbert eine fettige Rolle in der Schachtel. Debatten über Food Waste schiessen mir in den Kopf. Die Kopf-Arena dauert nicht lange, mein Zustand lässt derzeit keine fundierten Erörterungen zu. Da hilft nur eins Augen zu und reinbeissen. In meinem Mund breitet sich eine undefinierbare Masse undefinierbaren Geschmacks aus, meine Gesichtszüge entgleiten mir kurz und die Arena schliesst heute unerwarte früh und für einmal einig. «Dies meine Damen und Herren ist kein Food, das ist Waste!»

Das sind Beschleunigungsstreifen unter den Augen!!!

Immerhin, der Flug ist pünktlich gelandet. Immigration dauert keine zehn Minuten und in der Ankunftshalle hats echten Kaffee. Da die Flugreise bekanntlich eine eigene Disziplin ist, kann das Abenteuer Oman endlich beginnen.

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