nass & kalt

Nebst unglaublichen Landschaften und einer grandiosen Tierwelt, vergisst man leicht, dass Namibia direkt am Atlantik liegt. Theoretisch hätten wir von Reinach direkt mit den Kajak anreisen können. Dass dieser Theorie sehr viel Praxis fehlt haben wir in Swakopmund erfahren.

Bei der Anfahrt hat uns eine Brücke über den Skakop die Bedeutung dieses Ortsnamens verraten. Die Mündung des Swakops – wobei Swakop selbst wohl nochmals auf ’schwarz‘ und ‚Kopf‘ aufgeschlüsselt werden kann. Viele Namen hier würden bei uns definitiv nicht als politisch korrekt durchgehen. Der Einfluss der Niederländer auf die Sprache Afrikaans schimmert sehr oft durch und lädt teils zu lustigen Ratespielen ein.

Weniger zu raten, gaben dann Namen wie ‚Adler Apotheke‘, ‚Kaffeehaus‘ oder ‚Hafenstrasse‘ in Swakopmund selbst. Der koloniale Einfluss ist noch immer deutlich spürbar.

Hafenstrasse in Swakopmund

Ebenso deutlich spürbar ist der Temperaturunterschied im Vergleich zum Landesinnern. Gerade noch bei knapp 40°C in der Wüste, tragen wir heute lange Hosen, Pullover und Jacke. Die Luft ist feucht und kalt. Die Stimmung auf den Bildern entspricht dem Gefühlten.

Immerhin am Abend lacht noch kurz die Sonne – kalt bleibt es…

Am Morgen darauf folgt dann der Beweis, dass es an besagter Praxis mit dem Kajak eben noch fehlt. Auf wärmere Temperaturen haben wir vergebens gehofft.

Die Anfahrt geht über ein gutes Stück Sandpiste am Meer. 4×4 rein, Luft aus den Pneus und ab. Ziel ‚Pelican Point‘ in der ‚Walvis Bay‘ (wieder ein einfaches Ratespiel). Vorbei an verlassenen Hotels und Wracks begegnen wir Schakalen, Pelikanen, Flamingos und vereinzelt auch Seebären.

Dann unser Ziel. Nicht nur vereinzelte Seebären, sondern ein paar mehr davon.

Kurz vor dem Wassergang ehrt uns ein Buckelwal mit seinem Anblick, dann gehts selbst raus aufs Meer.

…üben…

…suchen…

…»anpirschen»…

…und dann dieser Moment, in dem es dir vor lauter Glücksgefühl ein Lachen ins Gesicht knallt. Temperatur? – sowas von egal!

Nebst der Sichtung von unzähligen Quallen die uns umgeben (teils gross wie Basketbälle), erhalten wir zum Abschluss noch Besuch von Delfinen. Ich paddle wie wild, aber es bleibt bei einem Kurzbesuch.

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